Historie

Die Geschichte von „TiroVita“ geht vermutlich bis in die 1940er Jahre zurück. Wenn es überhaupt jemals Aufzeichnungen bzw. eindeutig zuzuordnende Dokumente gab, ist über deren Verbleib nichts bekannt. Mit ein Grund dafür dürfte wohl sein, dass die Gründer aus Angst vor Neid und Missgunst nur im Geheimen agierten. Nicht zu vergessen, dass auch nach dem 2. Weltkrieg nach wie vor die Angst vor politischer Verfolgung dominierte. Also verschwiegen die Herrschaften die Existenz Ihrer Gemeinschaft, ja sie leugneten sie sogar. Es wird deshalb auch davon ausgegangen, dass eventuelle Aufzeichnungen bewusst vernichtet wurden.

Die ersten Wurzeln unserer Vereinigung werden in Frankfurt am Main nach dem zweiten Weltkrieg vermutet. Laut Überlieferungen trafen sich hier regelmäßig eine Reihe Kaufleute, die im Nachkriegsdeutschland einen neuen Anfang wagten. Ihr einziges Ziel war der wirtschaftliche Erfolg und so konzentrierten Sie sich ausschließlich auf ihre jeweiligen Geschäfte. In regelmäßigen Zusammenkünften diskutierten sie ihre Strategien und Ideen akribisch bis in kleinste Detail und setzten diese äußerst präzise im Wirtschaftsleben um. Diese Art der Arbeit führte zwar fast ausnahmslos zum gewünschten wirtschaftlichen Erfolg, hinterließ jedoch zum Schrecken der Akteure auch seine negativen Spuren und trieb einige der ehemals tüchtigen Kaufleute geradezu in den Wahnsinn. Sie verloren den Bezug zu sämtlichen sozialen Kontakten, die nicht in geschäftlichem Umfeld anzutreffen waren. Auch ihre Fähigkeit Gefühle zu entwickeln war nahezu gänzlich verloren gegangen. Die Meisten konnten keine Emotionalität mehr an sich heran lassen und dachten zwanghaft logisch und rational. Es ging also eine Gruppe aus sehr erfolgreichen aber sozial verarmter und isolierter Menschen aus der Gruppe hervor. Nachdem einige langjährige und treibende Mitglieder die Gruppe verlassen hatten, kamen die Übrigen zu dem Schluss über der Gruppe läge ein Fluch und es müsse einen Weg geben, diesem entgegen zu treten.

So kam es zu einer Mixtur aus esoterischen, philosophischen, manchmal okkulten und nach wie vor geschäftlichen Diskussionen in der nun stark ausgedünnten Runde. Bis Ende der 1960er Jahre sind keine weiteren Aktionen oder besonderen Vorkommnisse bekannt, was vor allem daran lag, dass diese Gruppe immer noch daran festhielt, es sei besser die Öffentlichkeit zu meiden, um nicht unrechtmäßig in Verruf zu geraten. Es gab zwar Vorkommnisse in der freien Wirtschaft, die der Gruppe zugesprochen werden, es handelt sich hierbei jedoch um teilweise wilde Spekulationen und Verschwörungen, die niemals zweifelsfrei mit besagten Kaufleuten in Verbindung gebracht werden konnten.

Schlussendlich schlossen die verbliebenen dieses Zirkels einen Pakt. Sie arbeiteten nun daran, die durch die Gründerväter erarbeitete Technik, wirtschaftliche Konzepte und Strategien unter Einbezug aller nur erdenklichen Faktoren zu analysieren und zu diskutieren, um diese dann erfolgreich umzusetzen, ab sofort um den sozialen und emotionalen Faktor zu erweitern. Schließlich führte diese akribische Arbeitsweise bereits zum Erfolg, wenn auch nur auf wirtschaftlicher Ebene. Es galt also einen Weg zu erarbeiten, der Glück und Erfolg nicht auf reine wirtschaftliche Aspekte beschränkt.

Die neue oder besser gesagt, die erweiterte Zielplanung sollte alle Bereiche umfassen. Nur wenn sowohl wirtschaftliche, private, emotionale und soziale Aspekte stimmen, konnte ein wirklicher Erfolg verzeichnet werden.

Bis in die späten 1970er Jahre existierte diese Gesellschaft weiter. Weil sie jedoch wie zuvor Ihre Pforten gegenüber der Öffentlichkeit verschlossen hielt, ist auch zu diesem Zeitabschnitt kaum etwas bekannt. Viele der ursprünglichen Mitglieder waren mittlerweile bereits durch ihre Söhne ersetzt worden. Frauen hatten auch schon damals keinen Zugang zu den Logen. Nachdem einer der führenden Köpfe aus der „Magister Loge“ verstarb, lösten sich die Strukturen immer mehr und einzelne Gruppen begannen sich abzuspalten. Dokumentationen lassen viel Spielraum für Spekulationen die aber letztendlich nur Spekulationen bleiben werden. Sicherlich eine sehr undurchsichtige und intransparente Phase in der Geschichte von „TiroVita“.

In den 1980ern herrschte Stille um die Vereinigung der anonymen Gentlemen. Einige der Mitglieder sollen sich nach London, Paris und Prag orientiert haben, um dort in anderen Logen und Vereinigungen ihren Idealen gerecht zu werden. Von den Gründervätern sind nun nur noch sehr wenige am Leben und der eigentliche Grundgedanke der Logen geriet mehr und mehr in Vergessenheit.

Es sollte bis zum 9. November 1992 dauern, bis eine Gruppe aus elf Anhängern unter Führung eines Kaufmanns aus Darmstadt die Loge wieder auf die alten Tugenden aufbauen sollte.

Leider gibt es derzeit jedoch nur wenige aktive, direkte Mitglieder in der aktuellen Struktur, da viele der alten Elite die öffentliche Zugänglichkeit der Logen von „TiroVita“ aus Angst vor der Verwahrlosung ihrer Ideale ablehnen. Schließlich war der Personenkreis ursprünglich streng elitär ausgerichtet und nur sehr wenigen, handverlesenen Menschen zugänglich.

Die abgespaltene Gruppe hat sich das ursprüngliche Ziel der Organisation im erweiterten Sinne auf ihre Flagge geschrieben.

Konkret geht es nach wie vor in erster Linie darum, in regelmäßigen, gemeinschaftlichen Sitzungen, geschäftliche Konzepte und Strategien unter Einbezug aller erdenklichen Faktoren zu analysieren und zu diskutieren, um diese möglichst erfolgreich und profitabel umzusetzen. Allerdings soll aber auch der soziale Faktor mehr Priorität erhalten. Gedanken und Gefühle sollen bei der Umsetzung geschäftlicher Ideen möglichst bewusst analysiert, kontrolliert und gesteuert werden, so dass jeder seine festgemachten Ziele, nämlich Erfolg und Glück unter Einbezug seines gesamten Umfeldes erreichen kann, ohne dabei Gefahr zu laufen, Opfer seiner Selbst zu werden. Dieses hohe Ziel ganzheitlich zu erreichen und unter Kontrolle zu haben soll durch die aufgeschlossene und sensible Gemeinschaft gefördert werden, um nicht Gefahr zu laufen in einer eigens erzeugten Scheinwelt den Bezug zur Realität zu verlieren, oder gar ignorant und intolerant gegenüber seiner Umwelt zu enden.

In den nun teilweise auch öffentlich zugänglichen Logen sollen zukünftig nicht nur gestandene Geschäftsleute sondern vor allem auch jungen Menschen wie z.B. Existenzgründern oder Jung- und Kleinunternehmern, die Möglichkeit gegeben werden in erneut handverlesenen Gruppen ihre Probleme zu diskutieren und von den Erfahrungen, Erfolgen und selbstverständlich auch von den Fehlern der anderen zu lernen und zu profitieren.